European Toplist

 
 
 
Die Spuren der Wikinger in der Welt
 
Wo Sie waren und folgen
 
Angelsachsen,

 die seit dem 5. Jh. im SO und O von Britannien ansassigen german. Stamme der Angeln, Sachsen und Juten;

Christianisierung seit 596 durch iroschottische Monche; im 7. und 8. Jh. angelsachs. Missionare (Willibrord, Bonifatius u. a.) auf dem Festland. 1066 von den Normannen Wilhelms des Eroberers unterworfen, verschmolzen mit diesen und der kelt. Urbevolkerung zur engl. Nation. A. heute Bezeichnung fur die Engl. Sprechenden Bewohner Grosbritanniens, des Commonwealth und der USA.

 
 
Arktis,

 die um den Nordpol liegenden Land- und Meeresgebiete; erste Kenntnisse gesammelt von irischen Monchen und den Normannen im 8. und 9. Jh.;

 
 
Adam von Bremen,

Domherr und Geschichtsschreiber (gest. um 1081); verfasste vier Bucher hamburgischer Geschichte, bedeutend durch geogr. Beschreibung des Nordens, erwahnt die Amerikafahrten der Wikinger um 1000.

Dieser Bischof war ganz gewiss kein Kind von Traurigkeit bei der Christianisierung der Nordmänner und Frauen.

Nur sind seine Aufzeichnungen die nächsten nach Tacitus.
 
 
Alfred der Große

Konig von Wessex und Oberherr uber die anderen angelsachs. Teilreiche in England (871899); drangte in schweren Kampfen die dan. Wikinger zuruck, verbesserte Kirchen- und Staatsverwaltung und forderte die altengl. Literatur; erbaute die erste engl. Flotte.

 
 
Bootgrab,

vor- und fruhgeschichtliche Form der Beisetzung in einem Boot, vorwiegend in N-Europa; bes. in der Wikingerzeit, meist mit reichen Grabbeigaben. Das bedeutendste B. wurde 1903 in Oseberg am Oslofjord entdeckt.

 
 
Dänemark,

eines der Kernsiedelgebiete derUrgermanen; nach Abzug der Westgermanen seit dem 5. Jh. von den skandinav. Danen besetzt, die zu den gefurchteten Wikingern(Normannen) gehorten; unter Konig Gottfried (ermordet 810) Kampfe mit Karl d. Gr.; Christianisierung begonnen im 9. Jh., mit Dauererfolg im 10. Jh. Vom Erzbistum Bremen aus, um 965 Ubertritt des Konigs Harald Blauzahn zum Christentum; seit Anfang des 10. Jh. Geeintes Konigreich mit Teilen von Schleswig und Sudschweden. Unter Knut d. Gr. (1016 oder 1018–1035) vorubergehende Eroberung Englands und Norwegens; Glanzzeit unter Waldemar I. d. Gr.; Grosmachtstellung (Mecklenburg, Pommern, Holstein) 1227 in der Schlacht bei Bornhoved zusammengebrochen; im Innern Erstarken des Feudaladels, Absinken der Bauern in die Leibeigenschaft, schwaches Wahlkonigtum.

Nach der Vertreibung des Konigs Christoph II. wurde 1326 Graf Gerhard III. d. Gr. von Holstein Reichsverweser;

Ubergriffe des gewalttatigen holstein. Adels. UnterWaldemar IV. Wiederherstellung des fruheren Reichsumfangs, sein

Uberfall auf Gotland (Wisby) 1361 loste Krieg mit der Hanse aus, Waldemar konnte sich nicht behaupten und floh ins Ausland.

Durch den demutigenden Frieden von Stralsund (1370) geriet Danemark in Abhangigkeit von der Hanse. Unter Konigin Margarete 1387 Union mit Norwegen, 1389 auch mit Schweden; 1397Kalma-rische Union, Verschmelzungspolitik gegen heftigen Widerstand der Schweden. Nachfolger Margaretes:  Erich der Pommer. Seit 1448 Haus Oldenburg in D. (in Schweden Gegenkonige). Vereinigung mit Schweden endgultig 1523 gelost. 1640 Personalunion mit Schleswig-Holstein (bis 1863). 1536 Einfuhrung der Reformation und Sakularisierung der Kirchenguter. 1625– 29 erfolgloses Eingreifen in den  30-jahrigen Krieg. Territoriale Verluste durch die Kriege mit Schweden (1643–45 und 1657/58). 166 5 Einfuhrung des Absolutismus durch die Lex regia (Konigsgesetz), 1700–1721 Teilnahme am  Nordischen Krieg gegen Schweden; zweite Halfte des l8. Jh. aufgeklarter Absolutismus und Reformen (Bauernbefreiung).

 
 
Dublin,

alteste Geschichte wie die Christianisierung durch den hl. Patrick sagenhaft; 1. Halfte 9. Jh. gegrundet von einem norweg. Wikinger (Turgeis), nach der Vertreibung der Norweger aus Irland (901) Kleinreich der dan. Wikinger um D. 1038 Bistum, 1214 Erzbistum; um 1170 von den Englandern erobert, 1541 Sitz des Vizekonigs von Irland, Mittelpunkt deririschen Unabhangigkeitsbewegung, 1916 blutiger Osteraufstand, seit 1922 Hauptstadt des Freistaates Irland (Eire).

 
 

Edda (nord., Buch von Oddi)

unter diesem Namen werden zwei Denkmaler der altnord. Literatur zusammengefasst: die (jungere) Snorra-E. und die (altere) Saemundar- E. Die Snorra-E., nach der Uberlieferung um 1230 von Snorri Sturtuson verfasst, ist in Handschriften aus dem 13. und 14. Jh. erhalten; sie ist Anleitung fur junge Skalden (Dichter, Sanger), eine Poetik, die die verschiedenen Versarten und die dichter. Gestaltungstechnik anhand von Beispielen erlautert; sie fuhrt viele Einzelheiten aus der nord. Mythologie und Heldensage an. Die Saemundar-E., auch Lieder-E. genannt, falschlich dem Priester Salmand Sigfusson (um 1100) zugeschrieben, ist in ihrer jetzigen Form durch eine Handschrift aus dem 13. Jh. bekannt; in mehr als 30 Liedern werden die nordische Gotterwelt und die german. Heidenzeit besungen; die Stoffe der beiden Edden stammen fast alle aus altnord. Wikingerzeit; die „Voluspa“ (Weissagung der Volva), eines der interessantesten Gedichte der Edden, gilt als Hauptquelle fur die Kenntnis der german. Mythologie.

 
 
Erik (Erich) der Rote

Wikingerfurst aus Norwegen, um 950–1007; als Kind in Island lebend, entdeckte um 981/82 Gronland und grundete dort 986 Normannensiedlung; sein Sohn Leif Erikson entdeckte um 1 000 die nordamerik. Kuste.

 
 
England

(Anglia, Land der Angelsachsen), sudl. Hauptteil der brit. Insel, polit. der Kern Grosbritanniens und des engl. Weltreiches. Zur Urgeschichte Palaolithikum, Mesolithikum, Neolithikum; in der Bronze- und Eisenzeit Eindringen der Kelten (Briten); schon fruh von seefahrenden Volkern wegen seines Reichtums an Zinn aufgesucht. Zeit der rom. Herrschaft: 55 und 54 v. Chr. von Casar betreten und die Eroberung eingeleitet; in der 2. Halfte des 1. Jh. n. Chr. von den Romern unterworfen (43 rom. Feldzug, SO-Britannien rom. Provinz Britannia); 57 n. Chr. Aufstand; 78–84 von Agricola bis zum Piktenwall in Schottland unterworfen; um 410 n. Chr. von den Romern geraumt. – Zeit german. Konige: Seit 449 n. Chr. wurde E. im SO von Juten, Angeln und Sachsen (Angelsachsen) erobert; ein Teil der Vorbewohner floh aufs europ. Festland, in die Bretagne; Grundung mehrerer angelsachs. Kleinkonigreiche, die sich bis zur Irischen See ausdehnten; seit Anfang des 7. Jh. Einfuhrung des Christentums; zum fuhrenden angelsachsischen Teilkonigreich wurde Wessex, das unter schweren Kampfen gegen die Normannen (Danen) im 9./10. Jh. Einen angelsachs. Gesamtstaat errichtete, dessen einheitl. Verwaltung Alfred d. Gr. (871– 899) organisierte. Erneute Daneneinfalle fuhrten zur (normann.) Danenherrschaft 1016–1042; unter Knut d. Gr. von Danemark und Norwegen (1016–1053) war fast ganz E. Teil des dan. Nordseeimperiums.

1066 setzte der normann. Herzog der Normandie Wilhelm (der „Eroberer“) mit einem Heer nach E. uber, siegte in der Schlacht bei Hastings uber die Teilkonige,

eroberte ihre Staaten, lies sich zum Konig wahlen und kronen; Einfuhrung des normann.-frz. Lehensrechtes (1400 konigliche Lehenstrager), Starkung der Konigsgewalt, deren Einflussbereich auch die Normandie auf dem Festland umgriff; zentrale Verwaltung (Domesday Book 1083–86), Beendigung der Normanneneinfalle aus dem dan. Raum; am Hof Wilhelms I., des Eroberers, frz. Sprache und Kultur, Kirchen-, Palast- und Klosterbauten in „normann. Romanik“. Die Enkelin Wilhelms, Mathilde, heiratete Gottfried von Anjou- Plantagenet, ihr Sohn Heinrich (II.) wurde Thronfolger: Die Krone E.s ging an das Haus Anjou-Plantagenet uber (1151– 1399); Heinrich II. (1154–1189) legte durch die Heirat mit Eleonora von Aquitanien den Grund zum Angevin. Reich, das auser E. halb Frankreich und das 1170–1175 unterworfene Irland umfasste. Die Schwachung des Konigtums in den Auseinandersetzungen mit dem Papst (E. wurde 1213 papstliches Lehen) und durch Niederlagen auf dem Festland (Schlacht bei Bouvines 1214, Verlust der meisten Festlandsbesitzungen) benutzten 1215 die grosen Lehensherren (Barone), Johann Ohneland die Magna Charta abzuzwingen; wahrend eines erneuten Aufstands der Barone (1260–65) verschmolzen niederer Adel und das Burgertum der grosen Stadte unter Fuhrung Simons von Montfort zum dritten polit. Faktor, doch behielt das Konigtum die Oberhand; entscheidende Ausbildung des Parlaments durch Hinzuziehen von Vertretern der Grafschaften und StadteEduard I. 1277–1282 Einverleibung des keltischen Wales; das vorubergehend beherrschte Schottland ging 1344 (Schlacht bei Bannockburn) wieder verloren; im 14. Jh. setzte sich die englische Sprache (das alte Angelsachsisch vermischt mit dem Franzosisch der Normannen) auch am Hof durch (anstelle der frz. Hofsprache). 1339– 1453 Hundertjahriger Krieg um das Erbe in Frankreich, im ersten Abschnitt erfolgreich, endete schlieslich mit Verlust auch der noch verbliebenen engl. Festlandsbesitzungen (auser Calais). Regierende Hauser: Lancaster 1399–1461, York bis 1485. Die Ausblutung des Adels setzte sich in den Rosenkriegen, im Burgerkrieg zwischen den Hausern Lancaster (Rote Rose) und York (Weise Rose), 1455–1485 fort; an die Stelle der fast ausgerotteten Hocharistokratie trat die neue „Gentry“, das Bauerntum blieb weiter bedruckt (Bauernlegen), dagegen uberwand das wirtschaftlich aufbluhende Burgertum alle Ruckschlage (erfolgreiche Konkurrenz gegen das flandr. Tuchgewerbe, das im MA die englischen Wolle verarbeitet hatte, und gegen den Handel der Hanse).

 
 
Frankreich,

im heutigen frz. Raum bereits in der Altsteinzeit (Palaolithikum) Spuren menschl. Lebens; Zeugen einer jungsteinzeitl. Megalithkultur die Menhire und Dolmen im Suden, an der Rhone und in der Bretagne; in der 1. Halfte des 1. Jt. Im Osten Hallstattkultur (Hugelgraber), Einwanderung der Kelten, neben ihnen noch Reste der Urbevolkerung (Aquitaner, Basken, Ligurer u. a.). Seit 600 v. Chr. griech. Kolonisten an der Rhonemundung (Massalia, lat. Massfilia = Marseille); seit dem 4. Jh. v. Chr. kelt. Latenekultur (griech. und von Italien her etrusk. Beeinflusste Kultur der Gallier). Seit 121 v. Chr. Fassten die Romer in Gallien Fus: rom. Provinz Gallia Narbonensis (122 v. Chr. Grundung von Aquae Sextiae [Aix], 118 v. Chr. Grundung von Narbo [Narbonne]); durch Casar 58–51 v. Chr. Unterwerfung des ganzen Landes (Gallien), Vercingetorix der letzte grose Kelte. Wirtschaftliche und kulturelle Durchdringung durch Rom; unter Augustus 4 Provinzen: Narbonensis, Aquitania, Lugdunensis, Belgica (spater dazu Germania superior und Germania inferior); hochstehende rom. Provinzialkultur (Romerbauten, rom. Mode und Bildung, rom. Recht); Vulgarlatein, die Sprache der rom. Soldaten und Beamten, wurde zur Grundlage der spateren frz. Sprache; grose galloromanische Kulturleistungen. Christianisierung im Rahmen der christlichen Durchdringung des ganzen rom. Weltreichs. Seit Beginn des 5. Jh. Eindringen der Germanen (Westgoten, Burgunder, Alemannen; Einfall der Hunnen unter Attila nur von vorubergehender Bedeutung). Von entscheidender Nachwirkung auf die weitere Entwicklung wurden die Franken, die dem Land den Namen gaben und mit den romanisierten Kelten zu einer kulturellen und sprachlichen Einheit verschmolzen. Seit dem 6. Jh. war F. Teil des Frank. Reiches, dann des Universalreiches Karls d. Gr. bis zur Reichsteilung von Verdun 843, dem Beginn des frz. Nationalstaates; symbolhaft bereits die zweisprachigen Strasburger Eide (842): Ludwig d. Deutsche und Karl d. Kahle erschienen als Reprasentanten von 2 in der Sprache verschiedenen Volkern; mit den Vertragen von Mersen und Ribemont wurde Westgrenze Lothringens zur deutschen Reichsgrenze (bis ins 16. Jh.). Das von den spaten Karolingern schwachlich regierte westfrank. Reich war zunachst nur loser Lebensverband, konnte sich der verheerenden Einfalle der Normannen nicht erwehren; 911 musste Karl d. Einfaltige (898–923) mit den Normannen unter Rollo in Saint Clair-sur-Epte einen Vertrag uber deren Ansiedlung in der nach ihnen benannten Normandie schliesen. Die Zeit der Capetinger (987–1328): Erst die Wahl Hugos von Franzien aus dem Haus Capet 987 begrundete das nationale, unabhangige Konigtum, das durch unablassige Erweiterung der Krondomanen seine Macht ausdehnte und den Kampf gegen die ubermachtigen Kronvasallen aufnahm.

 
 
Färöer („Schafinseln“),

strateg. Wichtige Inselgruppe im Nordatlantik, seit dem 9. Jh. von norweg. Wikingern besiedelt; 1380 danisch, nach der dt. Besetzung Danemarks 1940–1945 von den Englandern besetzt; 1946 Unabhangigkeit proklamiert, von Danemark nicht anerkannt; 1947 autonom (Bewohner, die Faringer, sprechen nicht danisch, sondern „faroyisch“, eine dem Altnorweg. verwandte Sprache), vertreten im dan. Parlament.

 
 
Germanische Kunst,

 verbreitet seit etwa 1800 v. Chr. mit der Sud- und Westwanderung der Germanen. Kunstformen in der fruheren Bronzezeit (ab 1700): abstraktgeometrische Ornamente (Kreise, Linien, Punktstriche, Spiralen), in der jungeren Bronzezeit durch belebte Tiermuster bereichert; in dieser Zeit Hausurnen und erste Felszeichnungen. In der Eisenzeit (ab 600) bronzene Tierfiguren, rohe Holzplastiken, vereinzelt Steinbilder, im Osten Gesichtsurnen; Beruhrung mit dem Suden und Handelswohlstand in fruhgeschichtl. Zeit (1. Jh. n. Chr.) liesen grose Holzbauten entstehen. Im organisch belebten Ornament setzte sich der Filigranstil mit Gold- und Silberdrahten und Metallauflagen durch. In der Volkerwanderungszeit (350–600 n. Chr.) Ubernahme des Steinbaus (Theoderich-Grabmal Ravenna, Konigshalle bei Orvieto); machtige Wehrbauten; farbige Zelteinlagen; Ubernahme der spatrom. Kerbschnittechnik. Nach 600 abstrakter Tierstil in Flecht- und Bandverschlingung, Verknotung, Verknupfung. In Mitteleuropa erste Pfalzbauten, Holzkirchen, frank.-alemann. Reiterscheiben, figurliche Heimbeschlage; Buchmalerei, steinerne Bilddenkmaler; Ubergang zur karoling. Renaissance. Im Norden und Westen Wikingerkunst (noch bis 1100 heidnisch): Tierornamente, Holzschnitzwerke, Runensteine mit ausgemalter Bilddarstellung und ornamentreichem Gewebe.

 
 
Grönland,

 vielleicht schon im 2. Jt. v. Chr. erstmals besiedelt, im 10. Jh. n. Chr. Von Wikingern entdeckt, 984 durch Erik den Roten betreten und von ihm „Grunes Land“ genannt (um Siedler aus Island anzulocken); 1110 Bistum, 1261 zu Norwegen, im 15. Jh. infolge veranderten Klimas verodet und vergessen; 1616 neuentdeckt, 1721 dan.; 1814 nach Trennung Norwegens von Danemark bei Danemark verblieben; norweg. Anspruch auf Ost-G. 1933 vom Internationalen Gerichtshof abgewiesen; 1888 durch Fridtjof Nansen erstmalig von Ost nach West durchquert; 1905 erreichte Peary das Nordkap; im 2. Weltkrieg Luftstutzpunkte der USA, nach Kriegsende trotz anfangl. dan. Einspruchs beibehalten und weiter ausgebaut; heute eingegliedert in die „Interamerican-Defense-Zone“; seit 1945 Beginn der eigentlichen Erforschung des Inneren und der wirtsch. Erschliesung; 1952 Anlage des Grosflughafens Thule. Seit 1974 (nach Volksabstimmung) ist G. ein Teil des Konigreiches Danemark mit autonomer Selbstverwaltung. 1982 lehnte die Bevolkerung in einem Referendum ein

weiteres Verbleiben in der EG ab
 
 

Haithabu (Stadt an den Heiden)

 Fruhmittelalterliche Siedlung (Wikingergrundung) in Schleswig an der Schlei, bedeutend als Handelsniederlassung, 804 erstmals genannt; 974 zum Dt. Reich gehorig, 983 durch Harald Blauzahn zu Danemark;

1051 durch Norweger zerstort; bedeutende archaolog. Ausgrabungen.

Bitte seht Euch hier auch die „Schuhmode“ dazu an, Ihr findet diese in der Galerie – sehr vielfälltig und besucht doch mal die Internetseite (ist für Euch verlinkt in der Linkliste)

 
 
Hamburg,

urspr. sachs. Gauburg (Fluchtburg), von Karl d. Gr. gegr. frank. Konigshof, nach 831 Bistum; Name „Hammaburg“; 834 Erzbistum, das nach dem Normanneneinfall (845) nach Bremen verlegt wurde; seit dem 10. Jh. Wichtiger Stutzpunkt im Kampf gegen die Slawen (Mark der Billunger), seit 1111 unter Hoheit der (Schauenburger) Grafen von Holstein, Handelsprivilegien und stadt. Freiheiten, Entwicklung zum grosen Ausfuhrhafen (Handelsbeziehungen nach England und nach Brugge); Blutezeit 1300–1450; grundendes und namhaftes Mitglied der Hanse;

 
 
Hastings,

 Hafenstadt in SO-England; 1066 entscheidender Sieg Wilhelms des Eroberers uber den letzten angelsachs. Konig Harald, Begrundung der Normannenherrschaft (Normannen).

 
 
Island,

 Staat im europ. Nordmeer sudl. Des Polarkreises, Insel der nord. Saga; im 9. Jh. von Wikingern aus Norwegen besiedelt; 930 Zusammentritt des ersten Althings (Volksversammlung; altestes Parlament der Welt), um 1 000 christianisiert, 1264 unter norweg. Oberhoheit, 1381 mit Norwegen zu Danemark, bei dem es auch nach Auflosung der dan.-norweg. Union 1814blieb. 1874 eigene Verfassung (Selbstverwaltung), 1918 selbstandiges Konigreich in Personal- und Realunion mit Danemark, die 1944 (Danemark von den Deutschen, I. von den Alliierten besetzt) durch Volksabstimmung gelost wurde. Seither parlamentar. Republik, Mitglied der UN und des Atlantikpaktes (Uberlassung von Luftstutzpunkten an die USA). – Sammlung und Bewahrung des alten Sagengutes und geschichtlicher Uberlieferungen in der Edda und den Sagas.

 
 
Kanada

, nach kurzzeitiger Besiedlung an der NO-Kuste durch Wikinger um 1000 n. Chr. in der ersten Halfte des 16. Jh. erforscht (Cabot, Cartier), zum Besitz Frankreichs erklart (Neu-Frankreich) und von frz. Kolonisten erschlossen, die bis Anfang des 18. Jh. nach Westen bis zum Felsengebirge vordrangen;

 
 
Neufundland,

 Insel an der Kuste Labradors, um 1000 durch Wikinger entdeckt

1498 wiederentdeckt, 1583 englisch, seit

1639 frz. Niederlassung, 1713 engl. Kolonie,

1855 Dominion mit Selbstverwaltung;

1949 an Kanada als Provinz angegliedert.

 
 
Italien

Nach der erfolgreichen Invasion der Normannen 1130 Entmachtung der Byzantiner und Araber und Grundung eines Einheitsstaates im Suden unter papstlicher Lehensoberhoheit, des „Konigsreichs beider Sizilien“ (Insel Sizilien und S-I. bis Neapel), das 1189 durch die Heirat Heinrichs (VI.), des Sohnes Friedrichs I., mit der Tochter des Normannenkonigs Roger II. den Staufern zufiel; Verlagerung des polit. Schwergewichts des Reiches nach I.; Hohepunkt der kaiserlichen Macht unter Heinrich VI.

 
 
Kanarische Inseln,

„Inseln der Seligen“, Atlantiden, Hesperiden, Gorgonen-Inseln; den Phonikern bekannt, im MA von den Arabern neu entdeckt; im 14. Jh. z. T. von Normannen besetzt; Ende 15. Jh. insges. zu Spanien, Basis fur Transatlantikfahrten nach Amerika; zahlreiche Ruinen, mythisches Kastenwesen.

 
 
Kiewer Reich,

 erste Staatsbildung auf russ. Boden, um 880 n. Chr. von Normannen (Waragern) von Nowgorod und Kiew mit dem Mittelpunkt Kiew begrundet; die Normannen zwangen die Unterworfenen zur Tributzahlung und betrieben Fernhandel nach Norden und Suden (mit Byzanz 911 und 944 Handelsvertrage), Osten und Westen; allmahl. Aufbau einer Staatsorganisation, zunehmende Slawisierung der europ. Herrenschicht; erster Furst mit slaw. Namen Swjatoslaw (963–972); Annexion der Lander der Chasaren, Wjatitschen und Wolgabulgaren im Osten, vorubergehende Besetzung Donaubulgariens; 988/89 Ubernahme des byzantin. Christentums, das unter Wladimir (990–1015) Staatsreligion wurde (Vermahlung Wladimirs mit byzantin. Kaisertochter); Wladimir eroberte das Gebiet um Lemberg; dehnte das Reich bis zur Ostsee aus; unter seinem Sohn Jaroslaw dem Weisen (1010–1054) dynastische Beziehungen zu zahlreichen europaischen Furste

 
 
Labrador

, Halbinsel im Norden Kanadas, um 1000 von den Normannen angesegelt; 1497 von John Cabot neu entdeckt, 1610– 1611 von Hudson erforscht

 
 

Neapel (griech., Neustadt)

. Grundung (Grosgriechenland) chalkid. Kolonisten aus dem alteren Cumae in Kampanien (um 600). Athener vergroserten die neue Kolonie 326 v. Chr.; 89 v. Chr. erhielt N. rom. Burgerrecht; 536 n. Chr. von Belisar den Goten entrissen, errang im 7. Jh. Allmahlich Autonomie; 1130 durch die Normannen erobert; seither Hauptplatz des „Konigreichs beider Sizilien“ (Sizilien), 1224 Grundung der Universitat durch Friedrich II

 
 
Normandie,

 Landschaft und ehemaliges Reich an der Nordkuste Frankreichs, 911 als frz. Lehen an die Normannen (unter Fuhrung Rollos) abgetreten; 1066 wurde Wilhelm II. Herzog der N., zugleich Konig der englischen Insel, seit 1204 war die N. wieder frz. Kronbesitz; bedeutende normann. Bauten.

 
 
Nowgorod,

 am Ilmensee, im  9./10. Jh.durch Normannen (Warager) gegr. Handelsplatz,im 11. Jh.

 
 
Rouen,

 Hauptstadt der Normandie; 841 durch Normannen erobert, seit 912 ihre Hauptstadt; kam durch Wilhelm den Eroberer 1066 an England, 1204 von Frankreich zuruckerobert, 1419–1449 wieder unter engl. Herrschaft; hier 1431 Verbrennung der Jungfrau von Orleans, seit 1449 bei Frankreich.

 
 
Rök,

 Runenstein von, schwed. Runendenkmal aus der Zeit der Wikinger (um 850); enthalt die langste bisher bekannte Runeninschrift mit etwa 800 Zeichen.

 

 

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